
Eine vollständige Zusammenfassung finden Sie hier:
„ACHTUNG! Nicht alles, was so scheint, ist wahr, und nicht alles was wahr ist, ist richtig. Dieses Buch zu lesen ist allerdings nicht falsch.“
– Berlin Frontal Aktuell (BeFrAk)
„Fake News – die zweite Wahrheit“ eine wissenschaftliche Abhandlung, die man sich auch fernab des eigenen Fachgebiets ansehen sollte. Nur wenige Bücher bringen den Wissensstand der Menschheit wirklich voran; diese schafft es immerhin bis zu einem gewissen Grad.“
– Niederschlesische Generalanzeiger
„Es gibt einige Bücher, die man verbrennen sollte, „Fake News – die zweite Wahrheit“ gehört ganz sicher auch dazu. Pseudowissenschaft gepaart mit kommunistischem Gedankengut …“
– Volksverhetzer
Fake News
1 EINLEITUNG
1.1 Thematische Abgrenzung
1.2 Forschungsfrage
1.3 Methodik und Aufbau
2 GRUNDLAGEN ZU FAKE NEWS
2.1 Status quo
2.1 Definitionen
2.3 Theorie
2.3.1 Effekte
3 UMFELD
3.1 Rechtsgrundlagen
3.2 Unternehmen
3.2.1 Traditionelle Medien
3.2.2 Social Media
3.2.3 Alternative Medien
3.3 Journalismus
3.3.1 Russia Today
3.3.2 Breitbart
3.4 Politik
3.4.1 Parteien
3.5 Lobbyismus
3.5.1 Public Relations
3.6 Konsumenten
4 EMPIRISCHE UMFRAGE
4.1 Forschungsdesign
4.2 Datenerhebung und Datenaufbereitung
4.3 Datenauswertung
4.4 Berichtlegung
1. EINLEITUNG
„Eine Lüge ist bereits dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe anzieht.“ – Mark Twain
Es gibt keinen Beweis dafür, dass Samuel Langhorne Clemens alias Mark Twain diesen Satz je geäußert hat. Dennoch wird dieses Zitat dem amerikanischen Schriftsteller zugeschrieben. Inwieweit es sich hierbei um eine Fake News handelt, kann im Rahmen dieser Arbeit nicht geklärt werden. Es ist nicht auszuschließen, dass Twain diesen Satz von sich gegeben hat. Was man aber heute mit dem Zitat machen kann, ist, entweder über diese Worte nachzudenken oder sich darüber zu streiten, ob sie tatsächlich so gesagt wurden.
Seit Beginn der Menschheit wird über die einzig wahre Wahrheit gestritten. Unzählige Kriege wurden aus solchen oder niederen Gründen mit Waffen geführt. Nach dem Einsatz der ersten Atombomben erkannte die Menschheit, dass sie nun alles erfunden hatte, um sich total zu vernichten. Da der Mensch ein kreatives Wesen ist, entwickelte er andere Methoden der Kriegsführung. So bekämpfen sich die Großmächte dieser Erde im Anzug auf dem Börsenparkett. In verdeckten Wirtschaftskriegen erlangen einzelne Macht und Reichtum, während andere dafür kollektiv vor sich hin arbeiten.
Heute steuert die Menschheit auf ein neues Schlachtfeld zu: Im Krieg der Informationen kämpft die Meinung gegen die Tatsache. Jeglicher Versuch, die Wahrheit zu finden, versickert in den Tiefen des Internets und verstreut sich von Link zu Link. Das Vertrauen der Menschen in Politik und Journalismus schwindet, und der Populismus wird zur modernen Popkultur. Eine Lüge ist eine Lüge ist eine Lüge. So oder anders kann heute die Wahrheit vollkommen ersetzt werden, wenn man versucht, sich „alternativ“ zu informieren.
Das Thema der „Fake News“ – auch als „Fraud News“ bezeichnet – ist zwar in aller Munde, jedoch existiert bis lang kaum wissenschaftliches Material, welches sich mit dieser Thematik intensiv auseinandersetzt. Es wird zwar mehrfach in der deutschsprachigen Fachliteratur erwähnt, meist im Zusammenhang mit dem Namen Donald Trump, aber es liegen bis lang nur wenige wissenschaftliche Erkenntnisse speziell zu diesem Thema vor.
1.1 Thematische Abgrenzung
Neben dem Thema „Fake News“ wird oft der Begriff „Hatespeech“ genannt. Beides sind mediale Phänomene, welche fast gleichzeitig aufgetaucht sind. Dennoch unterscheiden sie sich inhaltlich sehr voneinander. Während Fake News sich grundlegend mit der Glaubwürdigkeit einer Nachricht befassen, handelt es sich bei Hatespeech um eine Kommunikationsform. Wenn Personen sich verbal im Internet angreifen, beleidigen und verunglimpfen, spricht man allgemein von Hatespeech. Diese Thematik soll in dieser Arbeit nicht weiter behandelt werden.
Auch kein Thema dieser Arbeit soll die Regierungsarbeit von Donald Trump sein. Dieser machte den Begriff der „Fake News“ weltweit durch seine Tweets publik, doch soll seine neue Form der präsidialen Selbstdarstellung nach außen hier nicht näher betrachtet werden. Auch die Instrumentalisierung des Begriffs „Fake News“ wird nicht näher untersucht.
In der Arbeit werden nur wenig bekannte Fake News aufgearbeitet. Da Nachrichten nur an ihrem Erscheinungstag aktuell sind, wurde sich beim Schreiben gegen eine vermehrte Nennung von einzelnen Nachrichten entschieden. Dies erfüllt zudem dem Zweck, dass die Arbeit selbst nicht an Aktualität verliert und so eine Grundlage für die weitere Bearbeitung der Thematik bilden kann.
1.2 Forschungsfrage
Aktuell gibt es zwei große Probleme des Journalismus: zum einen den finanziellen Aspekt, also die Bezahlung der Medienschaffenden, und zum anderen die Glaubwürdigkeit ihrer Produkte. Die Glaubwürdigkeit journalistischer Arbeit wird zunehmend durch die Veröffentlichung von Fake News erschwert. Diese Bachelorarbeit soll sich deshalb genau mit diesem Thema auseinandersetzen:
- Was sind „Fake News“ oder wie lassen sich gefälschte Nachrichten einordnen?
- Kann man eine unbekannte Nachricht als „Fake News“ erkennen, wenn man diese liest?
- Warum sind Fake News kein Teil des Journalismus?
- Und: In wieweit verhalten sich Fake News reziprok?
1.3 Methodik und Aufbau
Die beiden ersten Kapitel setzen sich mit den theoretischen Grundlagen und dem Umfeld von Fake News auseinander. Dieser Teil der Arbeit wurde mithilfe fachliterarischer Quellen (Fachartikel, -beiträge, -bücher sowie verschiedene Studien) erarbeitet. Der erste Abschnitt widmet sich den Grundlagen. Hierbei wird zuerst eine Übersicht über die Thematik der Fake News gegeben. Da sich die Problematik stark ausdifferenziert, folgen Definitionen unterschiedlicher Begrifflichkeiten und die theoretische Einordnung sowie Effekte, die die Thematik möglicherweise betreffen. Der zweite Abschnitt des ersten Teils bildet die Auseinandersetzung mit dem Umfeld. Dabei werden das rechtliche Umfeld betrachtet sowie das gesellschaftliche und das kommerzielle Umfeld der Medien. Hierbei werden einzelne Medien unterschieden sowie die Akteure, welche für den Inhalt der Medien verantwortlich sind.
Der zweite Teil widmet sich der Erstellung, Umsetzung und deskriptiven Auswertung einer Umfrage. Teil der Umfrage war ein experimenteller Test, in welchem die 166 Probanden entscheiden mussten, ob die soeben gelesene Nachricht eine Fake News war oder nicht. Die Datenerhebung mittels eines Fragebogens erfolgte direkt (online) und anonym in mehreren Sprachen. Die Befragten wurden für die Auswertung in zwei unterschiedliche Populationen eingeteilt – europäische und russische –, sodass bei der Auswertung zwischen beiden verglichen werden konnte. Die Grundlage für die Beantwortung der Forschungsthesen bildet die Kombination aus empirischer Umfrage und literaturbasierter Recherche.
„Dieser glaubt doch, etwas zu wissen, was er nicht weiß, ich aber, der ich nichts weiß, glaube auch nicht zu wissen. Ich scheine doch wenigstens um ein Kleines weiser zu sein als dieser, weil ich, was ich nicht weiß, auch nicht zu wissen glaube.“ – Sokrates
